2020

TSE - Der Flugdatenschreiber für die Kasse (Update)

Mit dem 01. Januar 2020 muss jede Kasse, die elektronisch bzw. computergestützt arbeitet, die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) unterstützen. Als Bestandteil der Kassensicherungsverordnung soll sie Manipulationen, unabhängig vom eingesetzten Modell oder dem Hersteller, in den sogenannten “bargeldintensiven Geschäften” verhindern.

Nach eigenen Angaben entgehen dem Fiskus durch Manipulationen und Schlupflöcher jährlich etwa zehn Milliarden Euro. Um dem ein Ende zu bereiten, wurde das Gesetz zum Schutz vor Manipulation von digitalen Grundaufzeichnungen geschaffen.


Die TSE und NOLEA

Die TSE im Überblick

Man kann sich die TSE wie eine “Blackbox” oder einen Flugdatenschreiber vorstellen. Grundästzlich besteht sie aus drei grundlegenden Elementen: dem Sicherheitsmodul, dem Speichermedium und einer Schnittstelle. Jede Transaktion, die auf der Kasse ausgeführt wird, wird auch in der TSE aufgezeichnet.

Anders, als von einigen befürchtet ist die TSE keine Standleitung ins Finanzamt. Die in der TSE aufgezeichneten Daten können nicht von außen abgerufen oder eingesehen werden. Lediglich im Rahmen einer ordentlichen Prüfung oder einer Kassennachschau ist der Zugriff auf die in der TSE enthaltenen Daten zulässig.

Mit NOLEA ist der Einsatz der TSE übrigens auch ganz ohne Internetanbindung möglich.

Schonfrist bis zum 30. September

Aufgrund von Verzögerungen im Zertifizieungsprozess hat das Bundesministerium der Finanzen eine Schonfrist erlassen, die sogenannte “Nichtbeanstandungsregelung”. Hiernach darfst du als Gastronom:in dein Kassensystem bis spätestens 30.09.2020 ohne besagte TSE betreiben.


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