Gesundheit

Gesundheitsrisiko Kassenbon

Kassenzettel muss man nicht erklären. Nahezu jeder hat sie fast täglich in der Hand und macht sich keine weiteren Gedanken darüber. Allein in Deutschland wandern Abertausende von ihnen in nur 24 Stunden über die Theken. Was die meisten in diesem Zusammenhang nicht auf dem Schirm haben, besteht aus drei Buchstaben: BPA. In Kassenbons kommt der Stoff, in der Langform Bisphenol A genannt, auf der wärmeempfindlichen Oberfläche in hoher Konzentration vor. Besonders in der Gastronomie ist das aus vielen Gründen hochproblematisch. Wo die Gefahren liegen und welche Alternativen es gibt, klären wir in diesem Beitrag.


Bisphenol-A ist ein Gesundheitsrisiko

BPA in Kassenbons: Das Wichtigste im Überblick

Nahezu bei jedem Verkauf wird ein ausgedruckter Kassenbeleg angeboten. Das Problem hierbei ist nur: Meistens bestehen die verwendeten Kassenrollen aus BPA-Thermopapier, also einer chemisch speziell beschichteten Papierart, die unter Einwirkung von Hitze Zahlen und Buchstaben lesbar macht.

Der entscheidende Punkt ist: Hantierst du täglich mit BPA-behandelten Bonrollen, setzt du dich dauerhaft einem stark erhöhten gesundheitlichen Risiko aus – und deine Gäste gleich mit. Wie die EFSA bemerkt, die Lebensmittelbehörde der Europäischen Union, steht Bisphenol A seit längerer Zeit im Verdacht, ähnlich wie das weibliche Hormon zu wirken.

Gesundheitsrisiken durch Thermopapier

Was heißt das jetzt? Machen wir es konkret: Hormonell bedingte Krankheiten wie Lebensmittelallergien, Immunschwäche und sogar Prostata- oder Brustkrebs könnten durch BPA auf Kassenbons ausgelöst werden – der zweitgrößten BPA-Quelle nach in Plastik verpackten Lebensmitteln. Von der schädlichen Auswirkung auf die Umwelt wollen wir gar nicht erst reden.

Ein aller Wahrscheinlichkeit nach ähnlich auf die Gesundheit wirkender Stoff stellt Bisphenol S dar, der vor allem früher gern als vermeintlich besserer Ersatz zu BPA auf Kassenbons genutzt wurde. Auch von Bonrollen mit Bisphenol S ist daher abzuraten. Abschließende Studien hierzu stehen jedoch noch aus.

BPA-freies Papier wird Pflicht

Okay, der Stoff ist schlecht. Keine Frage. Was aber sagt nun die Rechtsprechung? Machen wir es kurz: Ein EU-weit einheitliches Bisphenol-A-Verbot wurde auf den Weg gebracht und ist seit Anfang 2020 in Kraft.

Es geht auch ohne

In Panik musst du nicht verfallen und jeden Kassenbeleg ab sofort in Schutzhandschuhen an deine Gäste übergeben. Butter bei die Fische. Du kannst eine Menge tun, was auf Dauer sinnvoller ist. Das fängt im Gespräch mit deinen Gästen an. Warum nicht von dir aus fragen, ob sie überhaupt einen Kassenbon wünschen? Wenn du den Zettel druckst, kann ein nächster Schritt darin bestehen, den Hautkontakt an Fingern und Handflächen stark zu reduzieren und diesen kurz zu halten.

Wenn möglich, verzichtest du komplett auf den schädlichen Stoff und bevorzugst Kassenrollen, die zu 100 % BPA-frei sind. Ökobons sind hier eine wirklich tolle Möglichkeit, dein Vorhaben leicht und schnell in die Tat umzusetzen. Diese umweltbewussten Bons kommen konsequent ohne chemische Entwickler aus. Stattdessen platzen hier winzige Blasen auf der Oberfläche. So wird die Farbe auf dem BPA-freien Papier bestens sichtbar. Möchtest du alle BPA-Hauptquellen übersichtlich sehen, um diese in deinem mobilen Gastro-Betrieb künftig bestmöglich zu vermeiden? Das Bundesinstitut für Risikobewertung informiert hier, wo der Stoff überall enthalten ist. Das hilft dir zusätzlich, dein Unternehmen besser auf die Zukunft auszurichten.


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